Neue Messgrößen für Wohlstand und Lebensqualität

Ein Workshop der Statistik Austria und des Bundesfinanzminsiteriums

10. Mai 2010
im Statistik Austria-Gebäude, Guglgasse 13, Wien

im Rahmen der Reihe “Forum Finanz”

In der momentanen ökonomischen Ordnung wird Wirtschaftswachstum als einzig wahre Antwort auf fortwährendes Bevölkerungswachstum und die Erhöhung des Lebensstandards gesehen. Wachstum ist aber nicht nur die Triebfeder unseres Wohlstands sondern auch gleichzeitig dessen größte Gefahr, insbesondere wenn nicht nachhaltiges Wachstum auf Kosten der Umwelt und sozialer Missstände geht.
Derzeit beruht die Messung von wirtschaftlichem Erfolg eines Landes, der bislang oft mit ‚Wohlstand’ gleichgesetzt wurde, primär auf einer Kennzahl: dem Bruttoinlandsprodukt (BIP). Die Vorteile dieses gut entwickelten und international gut vergleichbaren Indikators stehen dem maßgeblichen Nachteil entgegen, dass das BIP lediglich Auskunft über die Produktionsleistung und nicht über hinausgehende Wohlstandsaspekte gibt, bzw. über das Einkommen, welches durch die Nutzung natürlicher Ressourcen lukriert wird aber nicht über den Abbau des Ressourcenbestandes selbst.
Eine neue Ausrichtung der Wirtschaftspolitik mit neuer Schwerpunktsetzung auf soziale und ökologische Nachhaltigkeit ist unumstritten und damit verbunden auch die Einführung von Nachhaltigkeitsfaktoren in die Volkswirtschaftliche Gesamtrechnung. Dabei steht zur Debatte ob das BIP durch ein neues sozialeres und grüneres BIP ersetzt oder durch einen oder mehrere Nachhaltigkeits- und Wohlstandsindikatoren ergänzt werden soll. Ebenso muss im Detail diskutiert werden welchen Anforderungen das neue BIP bzw. die neuen ergänzenden Indikatoren entsprechen müssen und welche Parameter, die bis dato vom BIP nicht abgedeckt werden, dabei abzudecken sind.
Diese Fragen diskutieren Dr. Walter Radermacher, Generaldirektor des Statistischen Amtes der Europäischen Union EUROSTAT und Dr. Konrad Pesendorfer, Generaldirektor der Statistik Austria. Hans Georg Kramer, Generalsekretär und Sektionschef im Bundesministerium für Finanzen, wird in seiner Einleitung ebenfalls Stellung zu diesem Thema nehmen.

Die Einladung finden Sie hier.

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